QNAP – QSync

Jetzt wirds technisch!

Habe schon seit langem mein QNAP-NAS (QNAP ist der Hersteller, NAS ist ein Network Attached Storage, also eine Art privater Cloud-Speicher). Bisher nutzte ich dort die Anwendung BTSync, mit deren Hilfe ich Daten synchronisieren kann. Mein Smartphone sowie das von Schatz und Sohn haben damit brav ihre Daten auf das NAS – oder wie ich es bei mir genannt habe: ANANAS – geladen.

So gesehen habe ich mir damit einen eigenen Dropbox-Service eingerichtet, denn auf den Rechnern konnte ich ebenfalls ein entsprechendes Synchronisations-Tool installieren.

Nachdem ich (mutig) Anfang der Woche ein Firmwareupdate auf mein(e) ANANAS gespielt habe, wurde mir dort auch gleich mitgeteilt, dass es für BTSync auch eine neue Version gibt. Neu ist gut, also gleich ebenfalls neu installiert. Leider hat sich aber bei BTSync einiges verändert – ich kann nur noch eine begrenzte Anzahl an Ordnern synchronisieren oder ich muss eine Lizenz erwerben. Mal kurz geprüft und eine Jahreslizenz für 35 Euro als zu teuer empfunden. Dann könnte ich ja auch bei Dropbox bleiben…

Also schau ich mir nochmal mein QNAP an – da gibt es auch ein eigenes Sync-Tool, welches sich QSync nennt. Bei meinem letzten Versuch war es mir (und viel wichtiger Schatz und Sohn) ein wenig zu kompliziert, damit umzugehen. Es hat sich aber auch daran ein wenig was getan, so dass ich nun erst einmal selbst als Family-Beta-Tester tätig werden muss 😉

Installation auf dem NAS ist schnell erledigt – dann die Konfiguration. Dazu muss ich einen Dynamischen DNS bemühen, denn meine Internetadresse (IP-Adresse) wechselt regelmäßig so alle 24 Stunden. Die neue Adresse weiß man leider nicht vorher, so dass man über entsprechende Dynamische DNS-Services gehen muss. Hat auch den Vorteil, dass ich mir nur einen Namen merken muss und keine IP-Adresse! Glücklicher Weise hat sich QNAP einen eigenen Service gegönnt, der dann auch mit ein paar Klicks und einer Namenssuche eingerichtet ist. Ab jetzt ist meine Internet-Adresse/IP unter xyz.myqnapcloud.com zu erreichen. (xyz ist natürlich nicht der von mir benutzte Name, denn ich möchte, dass dieser Anschluss nicht zum Ziel von bösen Jungs wird).

Mein Internetzugang wird über eine Horizon-Box von Unitymedia hergestellt. Da hier auch die Verwaltung von Unitymedia gesteuert wird, habe ich hinter diesem Gerät einen eigenen WLAN-Router mit Firewall eingerichtet. Falls da mal ein neugieriger Mitarbeiter schauen sollte – was ich nicht unterstellen will – sieht er nur meine Horizon-Box!

Damit das ganze (also meine ANANAS mit dem QSync-Service) auch aus dem Internet erreichbar ist muss ich noch eine Port-Weiterleitung einrichten. Also die lauschenden Dienste am ANANAS quasi von der Horizon-Box an meinen WLAN-Router weiterleiten und von diesem dann an die ANANAS. Das kann man per UPnP (Universal Plug and Play) machen, aber ich mag nicht, wenn jede Software an meinem Router herumspielen kann.
(Der Versuch mittels UPnP herauszufinden, welche Ports benötigt werden, lief darauf hinaus, dass alle möglichen Ports durchgeleitet wurden und dadurch unter anderem meine Horizon-Router-Konfigurationsseite offen nach außen im Internet verfügbar war…)
Also muss ich mir das ansehen und herausfinden, welche Türchen (Ports) durchgeleitet werden müssen. Netter Weise teilt mir das die QNAP-Software auch direkt mit, denn dort kann ich auswählen, welche Dienste (mit welchen Ports) eingeschaltet werden sollen.

Ich entscheide mich für die “sicheren” Ports, also dass, was man unter “https://” kennt. Dazu (also für QSync) benötige ich zwei Portweiterleitungen – 443 und 8081. Das ganze muss ich nun von der Horizonbox (Fortgeschritten – Weiterleitung) an meinen WLAN-Router einrichten und dann noch einmal vom WLAN-Router an meine ANANAS.

Jetzt noch prüfen, ob QSync sich vom Rechner aus anmelden kann. SUPER – klappt!

Erste Hürde genommen – ich kann Synchronisieren. Ist auch wirklich ähnlich wie bei Dropbox – also ich erhalte ein neues Verzeichnis in den Favoriten (Windows 7, Explorer) und kann dort Dateien und Verzeichnisse ablegen.

Im nächsten Schritt kommen Handy-Backups und auch der Austausch von Dateien zu anderen Nutzern (oder bei mir Familienmitgliedern) hinzu 😉

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5 Kommentare zu QNAP – QSync

  1. Helmut sagt:

    Hallo Michael
    Die Portweiterleitung ist nicht, bzw. nicht mehr notwendig. Du kannst dein NAS (ANANAS) auch über den dienst von QNAP erreicht. Dazu musst du einen Account bei myqnapcloud.com erstellen und dein NAS dort mit einem eigenen Namen registrieren. Funktioniert ähnlich wie DynDNS, aber es ist nicht notwendig, irgendwelche Ports an deiner Firewall zu öffnen. Beim Client wird dann dein NAS als ANANAS.myqnapcloud.com eingetragen. Funktioniert auch bei mir sehr gut. Auch die Apps für Android und iOS können mit dieser Adresse umgehen. Die Performance ist etwas schlechter, da deine Daten den Umweg über den Dienst nehmen. Dafür ist dein Netzwerk aber nicht offen.

    • Michael Schießer sagt:

      Hallo Helmut,

      leider bist Du da einem Irrtum aufgesessen! Der Service, den qnap anbietet ist nichts anderes als ein “dynamischer DNS-Service” – der dient lediglich dazu die aktuelle Internetadresse Deines “zu Hauses” zu speichern. Diese wird ja von Deinem Provider mehr oder weniger regelmässig verändert! Die Clients auf anderen Rechnern oder Smartphones nutzen dann nur diesen Service um die aktuelle IP-Adresse abzufragen und dann direkt mit Deinem eigenen NAS zu “sprechen”. Vermutlich hast Du aber auf Deinem Router den UPnP-Service am laufen, der automatisch Freigaben in die Firewall schreibt, wenn von innen (also Deinem Rechner) entsprechende Anfragen/Aufträge ankommen! Dies kannst Du auch vom QNAP-NAS aus sehen, wenn Du die myQnapCLoud-App startest – dort gibt es dann den Erreichbarkeitstest – der macht im Prinzip nichts anderes, als zu versuchen durch Deine Firewall auf Dein NAS zu kommen! (Bei Webkonnektivität / Test). Übrigens – die Webseite von QNAP, die den Zugriff auf Deine Daten ermöglicht macht im Hintergrund natürlich nichts anderes! Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen oder das ein oder andere Missverständniss aufklären !!!

      Weiterhin viel Spaß mit Deinem QNAP !!!
      Viele Grüße,
      Michael

      • Helmut sagt:

        Hallo Michael

        Da muss ich dir leider widersprechen. Ich verwende zu Hause eine Zyxel USG 20, die UPNP gar nicht unterstützt und wenn, dann hätt ich es deaktiviert. Und am anderen der Leitung (dem Sicherungsziel) hängt zwar ein Router mit aktiven UPNP, das hilft mir aber nichts, weil das Kabelmodem keine Portweiterleitung unterstützt. Es geht wirklich mit der Qnapcloud und dem Namen des NAS, das in der QnapCloud registriert ist. Der Hauseigene DDNS Dienst ist für die öffentlich IP zuständig. Aber den brauchts nicht.
        Ich denke du hast meine Mailadresse und wir können das auch gerne noch vertiefen und/oder ich könnte es dir zeigen.

        • Helmut sagt:

          Ah ja, wegen Irrtung. Qnap bietet zwei Services an. Den DDNS Dienst und CloudLink. DDNS, wenn die direkt über die IP auf dein NAS zugreifen möchtest. CloudLink, wenn du über Qnap auf dein NAS zugreifen möchtest.

  2. Rafael sagt:

    Lieber Helmut, QNAP schreibt aber schon immer, das der CloudLink Dienst nicht intensiv genutzt werden soll, sie diesen überwachen und ggf. jemanden temporär trennen. Für große Datenmengen oder auch der Sicherheit wegen ist eine direkte gesicherte Verbindung über die eigene WAN IP mit einem DDNS sinnvoller und viel performanter. Seine Daten immer über Taiwan zu schaufeln ist nicht sehr amüsant.
    Per DDNS und VPN aus dem Urlaub über eine 100 MBit Leitung seine Fotos nach Hause in den Keller zu synchen ist da schon angenehmer.

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